Aus Glaserei Schulzen wird C-Glaserei

Die Aufgaben einer Glaserei haben sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, weiß Günther Schulzen. Sein Vater Herbert hatte sich 1968 alsBau- und Kunstglaser selbstständig gemacht, er selbst stieß 1974 als Lehrjunge hinzu. „Unser Auftrag bestand damals hauptsächlich darin, Isolierglas in die Fenster der Schreiner einzusetzen“, erinnert sich der Glasermeister,  der den Betrieb 1992 von seinem Vater übernommen hat.

„1998 ergab sich die Möglichkeit, in das 2.000 Quadratmeter große Gebäude der früheren Glaserei Wagener in Montenau zu ziehen.

Das Unternehmen Saint-Gobain hatte den Familienbetrieb bereits einige Jahre zuvor übernommen und wollte den Standort in der Gemeinde Amel schließen. Weil wir stets gute Kunden bei Wagener waren, durften wir die Räumlichkeiten kaufen und uns dort niederlassen."

Günther Schulzen begann seine dortige Laufbahn mit einem Lehrjungen, Gregor Schröder, der heute noch an den Maschinen am Bahnhof
in Montenau steht. Mittlerweile besteht der Betrieb aus vier Arbeitern und drei Angestellten, inklusive Jürgen und Nathalie Colaris, die in die
Fußstapfen von Günther und Alexa Schulzen treten.

 

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Jürgen Colaris war 24 Jahre im Fensterbau in Luxemburg tätig. Zuletzt arbeitete der
Crombacher als Bauleiter und in diesem Rahmen kam er auch mit Günther Schulzen ins Gespräch:

 

„Das ist mittlerweile schon zwei Jahre her. Günther erzählte mir, dass er einen Nachfolger bzw. Unterstützer sucht. Letztes Jahr haben
meine Frau und ich schließlich den Entschluss gefasst, die Sache anzugehen. Seitdem war ich hier angestellt, um den Übergang einzuleiten.“
Schließlich wurde der Betrieb vor einigen Tagen, genauer gesagt am 1. November, offiziell übergeben. Aus „Glaserei Schulzen“ wurde „CGlaserei by Schulzen“. Der 61-Jährige ist froh, einen Nachfolger gefunden zu haben: „Die Interessenten stehen heutzutage nicht Schlange, sodass ich die Gelegenheit ergreifen musste. Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir gemerkt, dass es zwischen uns gut harmoniert, sodass einer Übergabe nichts im Wegestand.“

 

Alles auf den Kopf stellen möchte Jürgen Colaris auf keinen Fall: „Ich werde die bewährte Linie meines Vorgängers fortführen und alle Mitarbeiter
beibehalten. Es schätzt mich glücklich, dass Günther und Alexa dem Betrieb treu bleiben und uns noch einige Zeit mit Rat und Tat zur Seite
stehen.“ Was die regionale Glaserei ausmacht? „Wir können direkt reagieren, weil uns alle möglichen Maschinen zur Verfügung stehen.

 

Hier wird geschliffen, gebohrt, geschnitten,sandgestrahlt usw. Das ist einzigartig in der Region“, erklärt Günther Schulzen, dass die Glaserei zu

90 Prozent Aufträge von Unternehmen im Werk erledigen kann. „Privatkunden sind uns ebenso wichtig. Die kleinen Aufträge nehmen wir auch an.“


Neben den typischen Fensterverglasungen werden gleichermaßen Duschwände, Türen, Lichtausschnitte, Spiegel, Regale, Raumtrenner, Geländer
und begehbare Glasböden hergestellt. „Es ist kein Vergleich mehr zu früher. Unsere Arbeit ist eindeutig komplizierter geworden, auch weil
sich die Architektur verändert und entwickelt hat. Es ist uns ein Anliegen, auf der Höhe zu bleiben. Wir sind offen für jegliche Anfragen und versuchen sie mit unseren Herstellungs - und Verarbeitungsmethoden umzusetzen.“

 

Ideen können sich Kunden künftig im neugestalteten Ausstellungsraum, der sich derzeit im Umbau befindet, holen.
Das Einzugsgebiet der Montenauer Glaserei erstreckt sich von Lüttich bis zum Süden Luxemburgs und dem deutschen Grenzgebiet.

 

Die zentrale Lage im Süden Ostbelgiens mit der Anbindung an die Autobahn kommt dem Betriebdabei zugute.

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